Programm

Hier ist das vorläufige Programm, das sich bis zur Veranstaltung noch ändern kann.

9.00 bis 9.30 Uhr Registration
9.30 bis 9.40 Uhr Boris Kochan Begrüßung
9.40 bis 10.10 Uhr Fred Smeijers Keynote – Webtypografie im Wandel
10.20 bis 10.50 Uhr Ralf Herrmann Kampf der Webfont-Formate
11.00 bis 11.20 Uhr Kaffee-Pause (20 Minuten)
11.20 bis 11.50 Uhr Gerrit van Aaken Webfonts in the wild
12.00 bis 12.30 Uhr Erik van Blokland Action type!
12.40 bis 14.00 Uhr Mittags-Pause (80 Minuten)
14.00 bis 14.30 Uhr Olaf Nies Schöne, neue Welt – Webfonts in der Praxis
14.40 bis 15.10 Uhr Marc Tobias Kunisch Googles Core Web Fonts
15.20 bis 15.50 Uhr Ivo Gabrowitsch Welche Lizenz hätten’s denn gern?
16.00 bis 16.20 Uhr Kaffee-Pause (20 Minuten)
16.20 bis 16.50 Uhr Bryan Mason Tim Brown One year of Typekit
17.00 bis 17.40 Uhr Tim Ahrens Webfonts unter der Lupe
17.50 bis 18.20 Uhr Gerard Unger Keynote – Versuch eines Resumées
18.30 bis 18.50 Uhr Kaffee-Pause (20 Minuten)
18.50 bis 19.30 Uhr Panel Discussion
Quo vadis, webfonts?
Adam Twardoch (Moderation), Tim Ahrens, Peter Biľak, Ivo Gabrowitsch, Bryan Mason Tim Brown, Laurence Penney, Richard Rutter, Jörg Schweinsberg.

 

Fred Smeijers
Keynote – Webtypografie im Wandel
Schrift im Web bedeutet Schrift am Bildschirm. Die grobe Auflösung der Monitore ist seit jeher Feindbild guter Typografie, doch die Schriftenrevolution der Webfonts bringt neuen Schwung in die Problematik. Lesen am Bildschirm gewinnt an Bedeutung. Web-Typografie ist im Begriff, sich neu zu erfinden.
Aber gibt es auch neue, und vor allem bessere Lösungen? Wo liegt eigentlich der Kern des Problems? Wie kann man diesem heute nach aktuellem Stand der Technik begegnen? Oder handelt es sich eher um ein temporäres Problem, das sich mit der Zeit von selbst lösen wird?
Fred Smeijers forscht seit den Anfängen über Schrift am Bildschirm. Er wird nicht nur das Beleuchten, was sich bisher getan hat, sondern auch die Fragen stellen, auf die (noch) keine Antworten gefunden wurden.

Ralf Herrmann
Kampf der Webfont-Formate
Nahezu 20 Jahre hatten Arial, Times New Roman und andere Systemschriften das World Wide Web fest im Griff. Doch was von Anfang an als sehnlicher Wunsch im Raum stand und nach scheinbar endlosen Diskussionen schließlich Realität wurde, brachte uns die heutigen Befreiung der Web-Typografie und damit eine elementare Änderung von Webgestaltung.
In seinem Vortrag umreißt Ralf Herrmann die Entwicklung der Webfonts von den frühen 1990er Jahren bis heute. Er beleuchtet das Ringen um das ultimative Webfont-Format, die Qualitätsunterschiede bei der Schriftdarstellung in unterschiedlichen Browsern und Betriebssystemen und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Schrift im Web. 

Gerrit van Aaken
Webfonts in the wild
Etwas zögerlich tauchten vor ca. zwei Jahren die ersten, fast ausschließlich selbstreferenziellen Demo-Seiten im Web auf. Vor allem ungeklärte lizenzrechtliche Fragen hinderten die Web-Macher daran, die neue Freiheit zu erkunden. Seit 2010 hat sich das Blatt gewendet. Dank verschiedener Lizensierungs- und Implementierungsmodelle sind die Webfonts bei den Verbrauchern angekommen. Seither steht das Web Kopf: Re-Launches sprießen allgegenwärtig wie Pilze aus dem Boden – auch solche, die sich nicht primär an Webdesigner oder Typografen richten.
Gerrit van Aaken führt durch die neu aufgeblühte Welt des »Typo-Webs« und zeigt, was heute gestalterisch möglich ist. 

Erik van Blokland
Action type!
Although technical aspects like rendering and hinting currently take center stage in the general discourse, this presentation sheds a different light on the actual developments: Erik van Blokland predicts that typography, not rendering esoterica, will determine the direction of type design for the web. Fonts are able to play an active part in interaction and animation. Webfont technology can be used to make the type respond and act.
If true, this vision will largely change the design of type: degrees of movement, meaningful changes in proportion and shape, while keeping track of undesired effects. Erik van Blokland takes a closer look at those new requirements and illustrates how action can be a type design principle. 

Olaf Nies
Schöne, neue Welt – Webfonts in der Praxis
Die neuen Formate und Services bringen den Durchbruch in der Verwendung von Webfonts. Typographie erhält als Gestaltungselement im Web endlich die ihr zustehende Bedeutung. Doch wie lassen sich die vielfältigen neuen Möglichkeiten im Alltag – jenseits von Demos und Showcases – nutzen? Welche Fallen und Stolperstellen lauern?
Olaf Nies berichtet von Erfahrungen aus einer (noch) nicht perfekten Welt.

Marc Tobias Kunisch
Googles Core Web Fonts
Im Mai veröffentlichte Google die Google Font API und das Font Directory. Was unterscheidet nun Googles Service von anderen Anbietern? Warum interessiert sich Google überhaupt für Webfonts? Was können wir in Zukunft von der Font API erwarten und wann gibt es endlich mehr Fonts?
Marc Tobias Kunisch gibt einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der Font API, wie es dazu kam und wo die Reise hingeht.

Ivo Gabrowitsch
Welche Lizenz hätten’s denn gern?
Mit wachsender Akzeptanz der Webfonts drängt sich mehr und mehr die Frage nach passenden Lizenzparametern in den Vordergrund. Was darf ein Webfont kosten? Nach welchen Kriterien soll die Lizenzgebühr berechnet werden? Soll sie einmalig oder kontinuierlich fällig werden? Welche Sicherheitsvorkehrungen kann man den Anwendern zumuten?
Diesen und anderen Fragen stellte sich auch FSI FontShop International, als man im Februar 2010 die ersten Webfonts ins Rennen schickte. Ivo Gabrowitsch beschreibt, welche Überlegungen dabei aus Hersteller- und Kundensicht eine Rolle spielten, und berichtet über die ersten Erfahrungswerte mit den Web FontFonts.

Tim Brown
One year of Typekit
Typekit is probably the best known provider to offer a server based solution to use fonts on the web. No longer would web designers »buy« font files and deal with licensing questions and technical barriers – a simple fee gives online access to a certain number of typefaces, available on the web for all major platforms and browsers.
Tim Brown will explain, how this solution works, how it protects the font files against piracy and what’s the difference to other server based webfont solutions. One year after Typekit’s public launch, this presentation shows, what the Typekit team has learned in their first year of the service, what’s next for web fonts, and how type designers are finding a new audience for their work.

Tim Ahrens
Webfonts unter der Lupe
Auch wenn man als Webdesigner selten selbst Webfonts gestaltet oder generiert, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen. Gute Webfonts sind mehr als nur neu verpackte Desktop-Schriften und die Wahl des Formats nicht nur ein technisches Detail.
Was sind in der Praxis die Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Systemen und Formaten? Wie lässt sich das Rendering beeinflussen? Warum sehen gut gehintete Schriften besser aus?
Tim Ahrens führt ins Innenleben der Webfonts und erläutert, was sich unter der Motorhaube verbirgt. Insbesondere dem Hinting wird dabei besondere Aufmerksamkeit gewidmet sein.

Gerard Unger
Keynote – Versuch eines Resumées
Mit den zahlreichen Informationen und Sichtweisen des Webfontday 2010 im Hinterkopf, wird Gerard Unger versuchen, einen neuen Standpunkt der Webtypografie zu formulieren. Welche Veränderungen sind zu erwarten? Werden Schriften für Bildschirme anders zu gestalten sein als für Papier? Worin liegen die wesentlichen Unterschiede zwischen Print und Screen – nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich? Wird sich unsere Kommunikation und Interaktion, und damit die gesamte soziale Struktur verändern?

Back