Webfontday 2010

Seit mehr als zehn Jahren hatte sie sich angekündigt. Im Herbst des letzten Jahres war es dann soweit – und trotz allem kam sie irgendwie überraschend: Die typografische Revolution in der Webgestaltung erfasste im Nu alle, die auch nur annähernd mit der Erstellung und Gestaltung von Online-Präsenzen zu tun hatten. Endlich sollte – wie im Print-Bereich schon immer selbstverständlich – die Schriftwahl keine unsichere Variable mehr sein, sondern fest mit der Gestaltung verwurzelt werden können. Ein neues Font-Format versprach, die bisherigen Hürden hinweg zu fegen und alle Beteiligten – vom Schriftgestalter über Distributoren, Browserhersteller, Webdesigner bis hin zum Anwender – in zufriedenem Glück zu einen.

Doch die scheinbare Universallösung ist erst auf halbem Wege der Umsetzung. Manches funktioniert, aber manches eben auch (noch) nicht. Höchste Zeit, sich mit dem Thema umfassend vertraut zu machen, den verschiedenen Interessensgruppen nachzuspüren, zu hinterfragen, Lösungsansätze zu verfolgen, Expertenmeinungen einzuholen, Vor- und Nachteile auszuloten, schlicht: sich auszutauschen über das, was da auf uns zukommt. Denn es handelt sich hierbei vermutlich um eine der gravierendsten Neuerungen in der Geschichte des Internets überhaupt: das was die meisten Webseiten ganz wesentlich ausmacht – die Schrift –, wird endlich Teil der Gestaltung!

Die tgm hat zahlreiche namhafte Experten eingeladen, um die erste Konferenz zum Thema »Webfonts« auszurichten. Einen Tag lang werden Sie Gelegenheit haben, wertvolle Einblicke rund um das Thema zu sammeln. Die Bandbreite der Vorträge wird dabei sowohl technische als auch gestalterische Fragestellungen berücksichtigen, eine Podiumsdiskussion bietet das nötige Diskussionsforum.

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